Sonntag, 27. Juni 2010

Ein E(xtremer)-Steig auf den Kreiskogel

E wie Extrem: Der Lukas-Max-Steig auf den Kreiskogel (2.306 m) in den Seetaler Alpen war heute unser Ziel. Erstmals auf "E" unterwegs, waren Toni und ich natürlich gespannt, was uns da so erwarten würde, vor allem auch deshalb, weil wir beide heuer noch nicht wirklich in Übung sind: Toni war längere Zeit im Ausland, ich zu beschäftigt ...
Das gute an diesem Steig - und deshalb haben wir ihn auch als ersten E gewählt: Alle schwierigen Stellen können im steilen Schrofengelände umgangen werden.

Neue Schuhe, kein Grip
Mit meinen neuen Bergschuhen erstmals auf Tour - das hat sich in diesem Fall als problematisch erwiesen. Die Vibram-Sohle war noch kaum aufgerauht und so hatte ich schon bei der Einstiegsstelle (D) so meine Sorgen. Allerdings habe ich es mit Tonis Hilfe auch geschafft, jedoch waren die E-Stellen für mich an diesem Tag noch nicht machbar. Toni hat sie allerdings beide (einmal D/E, einmal E) gemeistert.
Nachdem wir den Gipfel erreicht hatten, wanderten wir noch am schönen Höhenrücken bis hinüber zum Zirbitz, um dann rechtzeitig wieder zurück zum Auto beim Winterleitenhaus zu sein: Denn um 16 Uhr spielte Deutschland gegen Argentinien ...

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Sonntag, 4. Oktober 2009

Ergreifend: Klafferkessel und Greifenberg!

Was für ein Wetter in diesem Herbst - da gehts doch glatt Anfang Oktober nochmal in die Höhen der Schladminger Tauern! Freitagabend noch späte Anreise aus Graz, erst um 19 Uhr Abmarsch im Talschluss beim Riesachwasserfall. In eineinhalb Stunden hetzen Toni und ich zur Preinthaler Hütte hinauf auf 1.656 Meter - nicht mehr viel los, immerhin auch das letzte Wochenende, an dem die Hütte überhaupt noch offen hat. In der Nacht im riesigen Lager unterm Dach hört man es erst noch vom Regen ein wenig prasseln, doch schon bald ist es still - Schnee?

Naturjuwel Schladminger Tauern
Am Morgen sehen wir: Ja, leicht angezuckert sind sie, die Gipfel rund um die Hütte. Flux machen wir uns bei wieder prächtigem Wetter auf den Weg, hinauf zur Klafferscharte - und dort eröffnet sich ein wahrlich atemberaubender Blick: Der Greifenberg (2.618 Meter) trohnt, eingehüllt in einen leichten weißen Schleier, über den Klafferseen, in denen sich die umliegenden Gipfel im tiefblauen Wasser spiegeln. Im Hintergrund legt die Hochwildstelle ihren Nebelumhang ab und grüßt einladend herüber.
Wir passieren die Klafferkessel und machen uns auf den Weg zu einem echten Traumziel, dem Waldhorn. Leider müssen wir ab dem Waldhorntörl nordseitig aufsteigen und durch den Schnee der Nacht und die noch frühe Tageszeit ist es zu gefährlich - nach wenigen Metern drehen wir aus Sicherheitsgründen um. Aber das ist heute kein Drama - denn die Gegend hier hat noch einiges zu bieten.
Vorbei am malerischen Angersee und dem herrlichen Zwerfenbergsee mit der imposanten Deichselspitze im Hintergrund geht es hinauf zum Lungauer Klaffersee - ein einzigartiger Flecken Erde, der für jeden leicht erreichbar wäre aber dennoch ruhig und beinahe unbesucht wirkt. Uns solls recht sein für eine Pause, bevor wir den extrem steilen Anstieg hinauf zur Greifenbergscharte bewältigen müssen.

Glockner, Golling, Dachstein & Co.
Erst einmal bei der Scharte angekommen, gilt es nur noch einige versichterte Stellen zu überwinden und schon stehen wir am Greifenberg und genießen Anfang Oktober 20 Grad in der Sonne und noch dazu eine herrliche Fernsicht in alle Richtungen: Großglockner, Hochgolling, Waldhorn, Preber, Hochwildstelle, Dachstein - Bergsteigerherz, was willst du mehr?
Beeindruckt von einer herrlichen Tour steigen wir über die Gollinghütte und das Obertal wieder zum Parkplatz ab - ein würdiger Abschluss der Sommersaison 2009 ...

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