An jedem verdammten Sonntag - oder wie hieß nochmal dieser Film? Egal - nach der Hochtor-Kraxelei vom letzten Wochenende gings auch heute ins Gesäuse, der Admonter Kaibling und das Sparafeld war unsere Ausbeute. Ursprunglich wollten wir ja die Runde von der Oberst-Klinke-Hütte über die Scheiblegger Hochalm mit dem Hahnstein, dem Kreuzkogl, der Riffl und eben den beiden oben genannten gehen, jedoch fing es bei der Anreise in die Kaiserau tatsächlich (trotz bester Wettervorhersage) zu regnen an - der Rifflgrat ist ja schon bei trockenen Bedingungen was zum Aufpassen, tja und da haben wir uns kurzerhand am Parkplatz bei der Hütte noch umentschlossen. Der direkte Weg zu Kaibling und Sparafeld ist aber natürlich ebenso toll und sehenswert, unsere Laune war bestens.
Immerhin waren wir heute auch eine große und lustige Truppe, acht Personen zu einer gemeinsamen Bergtour zu bewegen ist ja an und für sich fast unmöglich - heute hat es aber bei allen gepasst. Und es ist keine schwierige Wanderung, die wir heute gemacht haben, dafür ist sie bei schönem Wetter sicherlich ein echtes Xeis-Erlebnis mit herrlichem Blick in die umliegenden Berge und auf den Chef dort oben, das Hochtor. Diese ganzen Panoram
aerlebnisse sind für uns heute leider ausgeblieben, der Nebel wollte und wollte sich einfach nicht verziehen und schränkte unsere Sicht teilweise auf unter 50 Meter ein. Ein bissl verschaukelt sind wir uns dann am Ende der Tour vorgekommen, denn just als wir unten einen letzten Blick auf den Kaibling-Gipfel warfen, hatte sich oben alles verzogen. Wir deuteten dies als eine kleine Einladung unseres neuen Freundes, doch mal wieder zu kommen und das werden wir auch, denn sehenswert ist die Gegend rundum allemal.
Die Gehzeiten sind flott abgehandelt. Von der Hütte gehts gleich flott dahin, hinauf bis zur Kaibling-Wand, die man westseitig am Fuße quert. Die Wege sind gut markiert, bestens angelegt und man kann eigentlich nichts falsch machen. Bis zum Gipfel des Kaiblings (2.196m) warens genau 1,5 Stunden, weiter hinüber zum zweiten Gupf des Tages, auf das Sparafeld (ebenfalls alles im dichten Nebel) auf 2.248m brauchts dann auch nur knapp 30 Minuten. Der Abstieg zurück zur Hütte nahm in etwa nocheinmal eineinhalb Stunden in Anspruch, so dass wir also insgesamt etwa dreieinhalb Stunden gebraucht haben und dabei ziemlich genau 900 Höhenmeter absolvieren mussten. Die Tour ist in dieser Variante also bestens auch für weniger geübte Wanderer geeignet, die dennoch
nicht auf einen aussichtsreichen und fototechnisch wunderbaren Spitz verzichten wollen. Man sollte halt einen nebelfreien und sonnigen Tag erwischen - und das wird uns hoffentlich beim nächsten Mal gelingen. Wir sehen uns wieder, Mr.Kaibling!
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Sonntag, 3. August 2008
Herr Oberst, melde gehorsamst: Admonter Kaibling im Nebel!
Sonntag, 27. Juli 2008
Berg-Gesause im Gesäuse: Hochtor
Der höchste Gipfel der Gesäuseberge stand heute am Programm. Und wahrlich, es war eine gute Entscheidung, diesen wunderbaren Berg heute zu begehen, denn bei perfektem Wanderwetter kann man sich einen schönen Gipfel wie diesen nur wünschen.
Früh am Morgen gings los, um 5 Uhr war bereits der Treffpunkt beim Park-and-Ride in Andritz vereinbart, genau eineinhalb Stunden später starteten wir die Tour vom Ausgangspunkt beim Gasthof Kölbl in Johnsbach. Zunächst gings durch den Wald über einen felsdurchzogenen Steig gleich mal recht steil nach oben, das erste Stück bis zum Wegkreuz am Koderboden ging dennoch flott in 45 Minuten. An der Gabelung angekommen, wählten wir den Weg übers Schneeloch - links also und gleich mal rauf über einen kleinen Hügel, oben steht man auf einer schönen Alm, blickt einmal ringsum, erblickt eine Markierung und folgt ihr sogleich. Trotz einiger skeptischer und suchender Blicke in den Waldrand - die Markierung zog uns doch zu sehr nach rechts - waren wir uns bald einig, dass es schon der richtige Weg sein müsste - immerhin war ja die Gabelung schon ein paar Meter weiter unten, das würde wohl so gerechtfertigt sein. Erst bei der Stadlalm bemerkten wir unseren Irrtum und waren fälschlicherweise auf dem Weg zur Hess-Hütte. Offenbar haben wir die Markierungen links am Waldrand übersehen. Es zeigte sich aber, dass alle Wege auf das Hochtor führen, auch die Umwege. Deshalb machte uns dieses kleine Missgeschick auch kein großes Kopfzerbrechen und wir wählten einfach die Aufstiegsroute über die Hesshütte, die wir eigentlich erst auf dem Rückweg begehen wollten.
Nach zwei Stunden vom Parkplatz weg erreichten wir auch die riesige und modern adaptierte Hütte, hielten uns allerdings gerade mal zwei Bananenkrümmungen und eine Nektatinenumdrehung auf und gingen hurtig weiter durch ein Latschenfeld hinüber zum bereits von der Hütte gut sichtbaren Josefinen-Steig. Schotter und Geröll dominierten fortan den Aufstieg, zusehends wurde es auch steiler und ab etwa der Hälfte der Wand gings mit (gut versicherten und kaum einmal ausgesetzten) Kraxeleien der Klettersteig-Kategorie A weiter in Richtung Gipfel. Die Helme hatten wir sicherheitshalber bereits am Kopf, tja wichtiges sollte man eben schützen :-). Und um ein Haar hätten wir heute auch beinahe einen Steinschlag-Unfall erlebt, doch den rechtzeitigen Schreien von Klaus und dem geistesgegenwärtigen Ausweichen des unten querenden Bergsteigers ging der (gar nicht direkt ausgelöste) Felsbrocken am gefährdeten Wanderer vorbei. Gut reagiert und die richtige Portion Glück.
Passiert ist das alles bereits am Guglgrat und von da an wars auch gar nicht mehr weit zum kleinen Gipfelplateau mit einem wie ich meine besonders schönen Kreuz.
Das Wetter konnte sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht so recht entscheiden, mal Sonne, mal Nebel - ein Wechselbad binnen Minuten. Aber da wir recht zeitig, schon um 10.50 nach einer Aufstiegszeit von ziemlich genau 4:15 Stunden ab Johnsbach, am Gipfel waren, hatten wir auch noch nicht unbedingt den ungetrübten blauen Himmel erwartet. Immerhin gönnte uns das Hochtor doch einige wunderbare Panoramablicke in alle Himmelsrichtungen, zudem angenehm warme Temperaturen für die verdiente Gipfel-Jause.
Der Abstieg erfolgte über die gleiche Route, das Schneeloch war zu sehr im Nebel als dass wir diesen Weg wählen wollten - und der Aufstieg über den Josefinensteig war nicht so schwierig, als dass er uns für den Abstieg Sorgen bereitet hätte. Nach genau eineinhalb Stunden erreichten wir die Hesshütte, ließen aber den Einkehrschwung sein und marschierten tapfer weiter ins Tal. Weitere
eineinhalb Stunden später war diese Tour dann in Johnsbach beim Kölblwirt auch schon wieder zu Ende und sowohl Manu als auch ich waren uns einig, diesen schönen Tag sehr gut genützt zu haben. Und auf dem Heimweg fuhren wir auf eines unserer nächsten Ziele zu - der mächtige, hoch aufragende große Buchstein weckte unser Interesse...
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