Eigentlich wollten wir ja den Kaiserschild-Klettersteig (D/E) machen. Bis zu seinem Einstieg sinds aber gut 700 Höhenmeter und zwei Stunden durch steile Wald- und Felslandschaft, und nach der anstrengenden Tour auf den Pfaffenstein am Tag zuvor waren unsere Bergsteigergebeine doch schon einigermaßen müde. Nachdem ein Kollege bereits an der Einstiegsstelle (C/D) mit der Kraft zu kämpfen hatte, wollten wir kein Risiko eingehen und sagten kurzerhand die Begehung des Klettersteigs ab.
Der "Notnagel" war aber schnell gefunden: Am Hochkogel (2.106 Meter) waren wir ja auch noch nie und an einen Abstieg zurück zum Auto war wegen der leichten konditionellen Schwierigkeiten auch noch nicht zu denken. Drum gings durch einsames Gesäuse-Gelände über Wiesen und Felsgelände. Wir lauschten fallenden Steinen in tiefe Dolinen, genossen den Nebel, der über die herrliche Bergwelt zog und stiegen den insgesamt einfachen Weg hinauf zum Hochkogel. Nach der Gipfelrast gings auf der Rückseite wieder runter, was im oberen Bereich durch Steinschlaggefahr und steile Wege noch ein zusätzliches Abenteuer bot. Die Einblicke in die gewaltigen Felswände dieses Massivs und der Blick
in die mächtige Wand des Kaiserschilds - keine Frage, irgendwann werden wir dich auch besuchen! - ließen uns noch viele Bilder schießen und letztlich zufrieden beim Parkplatz wieder ankommen.
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Sonntag, 20. September 2009
Guter Notnagel: Der Hochkogel
Samstag, 19. September 2009
Klettersteig auf den Pfaffenstein
Nebel, wohin man blickt. Gerade erreichen wir die Anhöhe auf dem Präbichl - und in Richtung Eisenerz scheint die Sonne. Da bricht an diesem Tag erstmals Jubel aus, das Wetter machte wunderbar mit bei unserer Klettersteigtour auf den Pfaffenstein.
Vom Parkplatz weg brauchts aber noch zwei Stunden, um überhaupt einmal zum Einstieg zu gelangen. Teilweise ganz schön steil und ausgesetzt gehts über den westseitigen Rücken hinauf zum Einstieg dieses wunderschönen D-Steiges.
Dann die Ausrüstung angelegt und rauf in diese Via Ferrata, die mit griffigem Felsen, wunderbarem Panorama und zwei, drei wirklich coolen Stellen punkten kann. Nach etwa zwei Stunden war der Steig durchlaufen und die Gipfeljause verdient.
Der Abstieg erfolgte über den A/B-Klettersteig (sehr steinig! Helm!) auf der Ostseite, wiederum dauerts knapp zwei Stunden und die Bergsteigergruppe der Akademischen Sektion des OeAV in Graz stand wieder unten. Bei einem Brunnen, das mit gut gekühlten Bierchen auf uns wartete...
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